🌸 Weltfrauentag – Freiheit, Verantwortung und Respekt vor dem Gewissen
Foto von Dulcey Lima auf Unsplash
Der Weltfrauentag ist für mich kein symbolischer Feiertag, sondern ein Auftrag. Ein Auftrag, Frauen in ihrer Stärke sichtbar zu machen – und gleichzeitig ehrlich zu benennen, wo wir als Gesellschaft noch mutige Schritte gehen müssen.
Einer dieser Schritte ist die Abschaffung des § 218 StGB. Und ja: Das ist kein Widerspruch dazu, katholisch zu sein.
Denn der Weltfrauentag erinnert uns daran, dass Frauenrechte, Menschenwürde und Selbstbestimmung universelle Werte sind – Werte, die auch im christlichen Menschenbild tief verankert sind. Die katholische Sozialethik kennt das Prinzip der Gewissensfreiheit. Sie traut Menschen zu, verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Genau das fordere ich auch politisch ein.
Selbstbestimmung ist kein Angriff auf den Glauben. Selbstbestimmung ist Ausdruck von Vertrauen.
Viele gläubige Frauen und Männer setzen sich seit Jahren dafür ein, Schwangerschaftsabbrüche aus dem Strafrecht zu lösen. Nicht, weil sie Abbrüche „gutheißen“, sondern weil sie wissen: Strafrecht löst keine ethischen Konflikte. Es erschwert nur Hilfe, Beratung und medizinische Versorgung.
Am Weltfrauentag geht es für mich deshalb um mehr als Blumen und warme Worte:
-
um echte Chancengerechtigkeit,
-
um medizinische Versorgung ohne Stigma,
-
um Respekt vor individuellen Lebenswegen,
-
um politische Rahmenbedingungen, die Frauen stärken statt bevormunden.
Ich stehe dafür ein, dass Frauen in Rheinland-Pfalz und in ganz Deutschland frei, sicher und selbstbestimmt leben können – unabhängig von Herkunft, Einkommen oder Glauben.
💛 Weltfrauentag heißt:
Wir hören Frauen zu.
Wir vertrauen ihnen.
Und wir schaffen die Strukturen, die sie verdienen.
Â